Geburtstag an der WM

Martin Ulmer feiert heute seinen Geburtstag an der WM in der Ukraine.

Garage Marti

Während die meisten seiner Kollegen im Sommertraining für die kommende Saison schuften, wird er heute garantiert nicht dabei sein: EHCO-Stürmer Martin Ulmer. Dies nicht deshalb, weil er heute seinen 29. Geburtstag feiert, sondern weil er noch auf dem Eis im Einsatz steht und zwar für die österreichische Nationalmannschaft an der B-WM in der Ukraine. Das Nationalteam unseres Nachbars hat durch den Schweizer Trainer Roger Bader einen unerwarteten Aufschwung erlebt. Der Aufstieg zurück in die Weltgruppe des Eishockeys scheint plötzlich möglich zu sein, trotz starken Gegnern. Und EHCO-Stürmer Martin Ulmer, der während der Saison unter seiner EHCO-Ausrüstung stets ein T-Shirt des österreichischen Nationalteams trägt, ist mittendrin. Dabei durfte er zum ersten Mal seit seiner Juniorenzeit an eine WM mitreisen. "Als ich den letzten Cut geschafft habe, war die Freude natürlich gross. Erst recht, weil ich zusammen mit meinem Bruder (Anm. d. Red.: Verteidiger Stefan Ulmer vom HC Lugano) mein Land vertreten darf", erzählt Ulmer vor dem gestrigen Spiel gegen den Gastgeber Ukraine.

Noch im Rennen

Auch wenn manche darauf hinweisen mögen, dass es sich "nur" um eine B-WM handle, an welcher Martin Ulmer teilnehme, so ist das Niveau nicht zu unterschätzen. Die Kasachen beispielsweise sind eine typische Liftmannschaft und pendeln zwischen der Weltgruppe und der B-Division hin und her. "Das Niveau an der WM ist wahrlich ziemlich gut. Kasachstan tritt beispielsweise mit einer reinen KHL-Mannschaft an", erzählt Ulmer. Mit Nigel Dawes, Brendan Bochenski oder Kevin Dallman hat es hervorragende KHL-Spieler unter ihnen. Gegen ebendiese Kasachen setzte es im Startspiel eine denkbare knappe 2:3-Niederlage für Ulmers Österreich ab. Neben den Südkoreanern, die sich im Hinblick auf die olympischen Spielen im nächsten Jahr im eigenen Land, längst mit der Einbürgerung von Nordamerikanern verstärkt haben, gehören die Kasachen zu den nominell ärgsten Gegnern um den Aufstieg in die Weltgruppe. Mit dem 3:1-Sieg über Ungarn und dem 1:0 -Sieg gegen Gastgeber Ukraine gestern Abend, bleiben Martin Ulmer und seine Österreicher im Rennen um den Aufstieg.

Stolzer Oltner

Neben den Trainings und den Spielen bleibt zwischendurch auch noch ein wenig Zeit, Kiew zu erkunden. "Am Wochenende besuchte das Team das Spiel Dynamo Kiew gegen Shaktar Donetsk, das war ein echt cooles Erlebnis", weiss Ulmer zu berichten. "Dafür ist das Essen im Hotel gewöhnungsbedürftig. Aber es gibt zum Glück in der direkten Umgebung gute, preisgünstige Restaurants", meint der EHCO-Stürmer mit einem Schmunzeln. All diesen schönen Erlebnissen zum Trotz ist klar, dass die Österreicher nur wegen einem nach Kiew gefahren sind, nämlich um den Aufstieg zu realisieren. "Das wäre natürlich ein riesiger Erfolg. Aber alles ist sehr eng beisammen und jeder kann jeden schlagen", bleibt Martin Ulmer realistisch. Er wird auf jeden Fall alles daran setzen, dass es klappen wird. Zum Schluss meint er noch: "Es macht mich stolz Olten an einer WM vertreten zu können." (aha)

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