Vesce schiesst Olten zum dritten Sieg

3:4 nach Verlängerung: Der EHCO gewinnt auch in Visp – Trainer Gustafsson war dennoch unzufrieden. 

Garage Marti

Man wusste lange nicht recht, wie diese Oltner Partie im Wallis einzuordnen war: Da waren einige gut vorgetragene Sturmläufe, verteilt über alle Linien. Doch da waren auch einige Holprigkeiten in der Absicherung der eigenen blauen Linie festzustellen, jedenfalls gelang es dem EHCO bei weitem nicht immer, den Gegner aus der gefährlichen Zone zu halten. Und so fielen die Tore während den ersten 40 Minuten auf beiden Seiten in regelmässigen Abständen – hinzu kamen einige Situationen mit doppelter Überzahl: Visp nutzte seine beiden, Olten die eine ebenso – Rouiller, der zurecht zum Best Player des EHCO gewählt wurde, erzielte den Ausgleich, wenig später brachte Topscorer Ueli Huber die Oltner erstmals in Front. Es stand 3:3, als die Teams in den Schlussabschnitt stiegen und keiner wissen konnte, auf welche Seite dieses ereignisreiche Spiel kippen sollte.

Der nächste Overtimesieg
Je länger das Spiel dauerte, umso schwerer taten sich die beiden Team mit gepflegtem Hockey; weil aber gleichzeitig die Spannung stieg, sah man dem Geschehen weiter gebannt zu. Das Schussverhältnis entwickelte sich im letzten Abschnitt klar zugunsten der Gastgeber, die im Vergleich zur letzten Saison sicher besser aufgestellt sind. Olten kam zwar selber auch noch zu guten Möglichkeiten – insbesondere Ulmer hätte beinahe noch seinen zweiten Treffer des Abends erziele – musste am Ende aber froh sein, sich in die Verlängerung gerettet zu haben. Und wieder konnte der EHC Olten in der Kurzentscheidung bei 3 gegen 3 Feldspieler die Sache sehr schnell entscheiden. Im Cup gegen Langenthal hatte Wyss nach 15 Sekunden getroffen, diesmal entwischte der wiedergenesene Ryan Vesce und beendete das Spiel nach 25 Sekunden in der Overtime. Das Team feierte die 2 Punkte, zeigte sich im Anschluss aber auch selbstkritisch: Sowohl Verteidiger Tim Bucher, im letzten Jahr noch Captain in Visp, als auch Headcoach Gustafsson waren nicht angetan ob der eigenen Leistung. "Gus" sprach vom bisher "schlechtesten Spiel", kritisierte die vielen Ungenauheiten im Aufbau und defensiven Mankos. Gleichzeitig gilt: Hauptsache gewonnen! (ph/Bild: Urs Lindt/freshfocus)

EHC Visp - EHC Olten 3:4 n.V. (1:1,2:2,0:0,0:1)
Litternahalle. 3677 Zuschauer. - SR Müller/Tscherrig, Rebetez/Wermeille. - Tore: 5. Altorfer (Kissel, Van Guilder) 1:0. 12. Ulmer (Horansky) 1:1. 21. Portmann (Kissel/Ausschlüsse Grieder, Bucher) 2:1. 26. Rouiller (Vesce/Ausschlüsse Valenza, Sturny) 2:2. 31. Huber (Schneuwly, Wyss) 2:3. 39. Kissel (Wiedmer, Nater/Ausschlüsse Huber, Barbero) 3:3. 61. (60:25) Vesce 3:4. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Visp, 8mal 2 Minuten gegen Olten.
Visp: Aebi; Wiedmer, Dubois; Kühni, Heynen; Rampazzo, Nater; Kissel, Van Guilder, Altorfer; Burgener (Topskorer), Ritz, Sturny; Tobias Bucher, Achermann, Furrer; Portmann, Alihodzic, Valenza.
Olten: Mischler; Grieder, Fröhlicher; Zanatta, Rouiller; Tim Bucher, Barbero; Bagnoud, Aeschlimann; Wyss, Schneuwly, Huber (Topskorer); Muller, Stapleton, Vesce; Horansky, Mäder, Ulmer; Hirt, Heighebaert, Truttmann.
Bemerkungen: Olten ohne Lüthi, Duarte (rekonvaleszent) sowie Vodoz, Matter, Sahli (alle Zuchwil). Visp ohne Meili, Camperchioli, Lindemann, Schmidli, Thibaudeau (alle verletzt) sowie Dolana (überzählig).