24.6.2026

Athletic Coach Michael Dautzenberg: «Das Sommertraining ist dieses Jahr intensiver»

Athletic Coach Michael "Dautzi" Dautzenberg im Gespräch über Trainingswerte, die Muskelmasse von Philemon Baumann und das Knie von Simon Sterchi.

Dautzi, gibt es in diesem Sommertraining einen besonderen Fokus?

Das wichtigste Ziel ist immer, die Mannschaft körperlich so vorzubereiten, dass wir während der Saison möglichst wenige muskuläre Verletzungen haben. Gleichzeitig wollen wir unsere Stärken weiterentwickeln. Unsere Mannschaft zeichnet sich durch Schnelligkeit, Beweglichkeit und ein schnelles Umschalten auf dem Eis aus. Diese Qualitäten versuchen wir auch im Sommertraining gezielt zu fördern und weiter zu verbessern.

Wie ist die Intensität im Vergleich zum letzten Sommertraining?

Die Intensität ist höher. Das zeigte sich bereits bei den Eingangstests: Die Spieler haben deutlich bessere Werte erreicht als vor einem Jahr. Dadurch können wir im Training mehr verlangen und noch gezielter arbeiten. Die Jungs ziehen hervorragend mit.

Wie erlebst du das Team allgemein?

Es sind ja nicht alle vor Ort, aber die Gruppe macht einen sehr guten Eindruck. Sie ist sehr homogen. Gerade im Sommertraining braucht es viel Eigenmotivation. Wenn man bei hohen Temperaturen Tag für Tag hart arbeitet, müssen die Spieler auch von sich aus bereit sein, alles zu investieren. Das gelingt der Mannschaft sehr gut.

Wie individuell ist das Training? Absolviert EHCO-Junior Philemon Baumann dasselbe Programm wie die Routiniers?

In den Aufbauphasen trainiert die Mannschaft grundsätzlich gemeinsam. Aufgrund der Tests erhält aber jeder Spieler individuelle Belastungsvorgaben und Trainingswerte. Bei jungen Spielern wie Philemon Baumann kommt zusätzliches Training dazu. Während andere nach der Einheit fertig sind, muss er leider mit mir noch weiterarbeiten (schmunzelt). Er macht das ausgezeichnet und hat in diesem Sommer enorme Fortschritte erzielt und bereits 6 Kilogramm an Muskelmasse zugelegt. Seine Entwicklung freut mich besonders.

Wo steht Simon Sterchi nach seinem Kreuzbandriss in den Playoffs?

Simon macht grosse Fortschritte. Der Rehabilitationsprozess verläuft bisher sehr positiv, ohne nennenswerte Rückschläge oder Reizzustände im Knie. Gemeinsam mit der Physiotherapie haben wir bewusst darauf geachtet, ihn regelmässig ins Mannschaftstraining einzubinden. So bleibt er nahe an der Gruppe und verliert weder den Kontakt zur Mannschaft noch die Motivation. Bei einer solchen Verletzung ist das besonders wichtig.

Wie sieht das Programm bis zu den Sommerferien aus?

Der Fokus liegt auf Schnelligkeit, Explosivität und Agilität. Auf dem Programm stehen unter anderem Fallschirm-Sprints, Sprungformen, Agility-Übungen und kurze Sprintserien. Damit wollen wir die Voraussetzungen schaffen, um unsere Stärken später auch auf dem Eis optimal ausspielen zu können.

Das EHCO-Sommertraining dauert noch bis am 3. Juli, ehe die Mannschaft drei Wochen Sommerferien hat. Danach finden diverse Tests und Off-Ice-Einheiten statt, bevor am 3. August das Eistraining im Kleinholz startet.

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